Die versteckten Kosten des Handels
Handelskosten können einen erheblichen Teil der Rendite auffressen. Ein Verständnis aller Kostenfaktoren ist entscheidend für profitables Investieren.
Broker-Vergleich Deutschland
Klassische Banken (Filiale):
- Ordergebühren: 5–25 € pro Order (oft abhängig vom Volumen)
- Depotgebühr: 0–120 € p.a.
- Vorteil: Beratung, Sicherheit etablierter Institute
Direktbanken (Comdirect, ING, DKB):
- Ordergebühren: 3,90–12,90 € pro Order
- Depotgebühr: meist kostenlos
- Vorteil: Breites Produktangebot, guter Service
Neo-Broker (Trade Republic, Scalable Capital, justETF):
- Ordergebühren: 0–1 € pro Order
- Keine Depotgebühren
- Nachteil: Eingeschränktes Produktangebot, schlechterer Kundenservice
Für Options-Trading (IB, Tastytrade, CapTrader):
- Interactive Brokers: Ab 0,25–2 $ pro Optionskontrakt
- Günstigste Option für aktives Optionstrading
Auswirkung auf die Rendite
Beispiel: Kauf und Verkauf für 1.000 €
- Ordergebühr hin und zurück: 2 × 5 € = 10 € = 1%
- Spread: 0,2% = 2 €
- Währungsumtausch (USD): 0,5% = 5 €
- Gesamtkosten: 17 € = 1,7%
Das bedeutet: Du musst 1,7% Rendite erwirtschaften, nur um die Kosten zu decken!
Langfristinvestor mit 2 Trades/Jahr: Kosten vernachlässigbar
Aktiver Trader mit 50 Trades/Monat: Kosten können 5–10% p.a. betragen
Slippage
Slippage ist die Differenz zwischen dem erwarteten Kurs und dem tatsächlichen Ausführungskurs.
Entsteht durch:
- Market-Orders bei illiquiden Wertpapieren
- Große Ordervolumen relativ zum täglichen Handelsvolumen
- Markteröffnung (erste 30 Minuten oft hohe Volatilität)
Minimierung: Limit-Orders nutzen, bei liquiden Werten handeln, keine Market-Orders bei illiquiden Aktien.