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Handelskosten im Detail

9 Minuten Lesezeit

Die versteckten Kosten des Handels

Handelskosten können einen erheblichen Teil der Rendite auffressen. Ein Verständnis aller Kostenfaktoren ist entscheidend für profitables Investieren.

Broker-Vergleich Deutschland

Klassische Banken (Filiale):

  • Ordergebühren: 5–25 € pro Order (oft abhängig vom Volumen)
  • Depotgebühr: 0–120 € p.a.
  • Vorteil: Beratung, Sicherheit etablierter Institute

Direktbanken (Comdirect, ING, DKB):

  • Ordergebühren: 3,90–12,90 € pro Order
  • Depotgebühr: meist kostenlos
  • Vorteil: Breites Produktangebot, guter Service

Neo-Broker (Trade Republic, Scalable Capital, justETF):

  • Ordergebühren: 0–1 € pro Order
  • Keine Depotgebühren
  • Nachteil: Eingeschränktes Produktangebot, schlechterer Kundenservice

Für Options-Trading (IB, Tastytrade, CapTrader):

  • Interactive Brokers: Ab 0,25–2 $ pro Optionskontrakt
  • Günstigste Option für aktives Optionstrading

Auswirkung auf die Rendite

Beispiel: Kauf und Verkauf für 1.000 €

  • Ordergebühr hin und zurück: 2 × 5 € = 10 € = 1%
  • Spread: 0,2% = 2 €
  • Währungsumtausch (USD): 0,5% = 5 €
  • Gesamtkosten: 17 € = 1,7%

Das bedeutet: Du musst 1,7% Rendite erwirtschaften, nur um die Kosten zu decken!

Langfristinvestor mit 2 Trades/Jahr: Kosten vernachlässigbar

Aktiver Trader mit 50 Trades/Monat: Kosten können 5–10% p.a. betragen

Slippage

Slippage ist die Differenz zwischen dem erwarteten Kurs und dem tatsächlichen Ausführungskurs.

Entsteht durch:

  • Market-Orders bei illiquiden Wertpapieren
  • Große Ordervolumen relativ zum täglichen Handelsvolumen
  • Markteröffnung (erste 30 Minuten oft hohe Volatilität)

Minimierung: Limit-Orders nutzen, bei liquiden Werten handeln, keine Market-Orders bei illiquiden Aktien.

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