RSL steht für Relative Stärke nach Levy – ein systematisches, regelbasiertes Aktienauswahlverfahren, das in den 1960er Jahren vom US-Ökonomen Robert Levy entwickelt wurde.
Die Grundidee ist simpel: Aktien, die in der Vergangenheit stärker gestiegen sind als der Marktdurchschnitt, tendieren dazu, das auch weiterhin zu tun. Dieses Phänomen nennt man Momentum.
Der RSL-Wert einer Aktie berechnet sich so:
RSL = Aktueller Wochenschlusskurs ÷ 26-Wochen-Durchschnittskurs
Ein RSL-Wert von z.B. 1,12 bedeutet: Die Aktie steht aktuell 12% über ihrem Halbjahres-Durchschnitt – sie zeigt relative Stärke.
Ein RSL-Wert von 0,91 bedeutet: Die Aktie liegt 9% unter ihrem Durchschnitt – sie ist schwach.
26 Wochen entsprechen einem halben Jahr. Levy hat in seinen Studien festgestellt, dass dieser Zeitraum am stabilsten funktioniert – kurz genug um aktuelle Trends zu erfassen, lang genug um kurzfristiges Rauschen zu ignorieren.
Entscheidend ist nicht der absolute RSL-Wert einer Aktie, sondern der Vergleich mit dem Index:
Das bedeutet: Die Aktie muss stärker sein als der Gesamtmarkt – nicht nur absolut gut.
Das Ziel: Systematisch und emotionslos die stärksten Aktien des Marktes halten und schwache sofort ersetzen. Regelbasiert. Reproduzierbar.