Volatilität misst die Schwankungsbreite eines Wertpapiers. Höhere Volatilität = größere Kursschwankungen = höheres Risiko und höhere Renditechance.
Berechnung: Standardabweichung der täglichen Renditen, annualisiert.
Typische Volatilitäten:
Eine Aktie mit 20% Volatilität kann in einem durchschnittlichen Jahr um ±20% schwanken. In schlechten Jahren deutlich mehr.
Während historische Volatilität in die Vergangenheit schaut, zeigt die implizite Volatilität, was der Markt für die Zukunft erwartet.
Sie wird aus Options-Preisen abgeleitet. Hohe IV = teurer Optionskauf, hohe Unsicherheit.
Der VIX-Index misst die implizite Volatilität des S&P 500 und wird oft "Angst-Barometer" genannt:
Das CRV ist eine der wichtigsten Kennzahlen für jeden Trader:
CRV = Potenzielle Gewinn ÷ Potenzieller Verlust
Beispiel:
Ein CRV von 4:1 bedeutet: Du gewinnst viermal mehr, wenn du recht hast, als du verlierst wenn du falsch liegst.
Mit gutem CRV kannst du trotz niedriger Trefferquote profitabel sein:
| Trefferquote | CRV | Erwartungswert |
|---|---|---|
| 50% | 1:1 | 0 (Break-even) |
| 40% | 2:1 | +0,20 pro Euro |
| 33% | 3:1 | +0,32 pro Euro |
| 25% | 5:1 | +0,25 pro Euro |
Ziel: CRV von mindestens 2:1, besser 3:1 oder mehr.
Selbst mit positiver Erwartung gibt es Verlustserien. Bei 50% Trefferquote:
Mit der 1%-Regel sind 7 Verluste in Folge = 7% Drawdown – tragbar!
Mit 10%-Positionsgrößen wären es 70% Drawdown – fatal.
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