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Sektorrotation verstehen

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Was ist Sektorrotation?

In verschiedenen Phasen des Wirtschaftszyklus performen unterschiedliche Branchen besser. Das Kapital der Investoren "rotiert" von einem Sektor in den nächsten – dieses Phänomen nennt sich Sektorrotation.

Die 11 GICS-Sektoren

  1. Energie (Öl, Gas, Bergbau)
  2. Materialien (Chemie, Metalle)
  3. Industrie (Rüstung, Luft- & Raumfahrt, Infrastruktur)
  4. Zyklischer Konsum (Autos, Luxusgüter, Hotels)
  5. Defensiver Konsum (Lebensmittel, Getränke, Haushalt)
  6. Gesundheit (Pharma, Medizintechnik, Biotech)
  7. Finanzen (Banken, Versicherungen, Immobilien-Fonds)
  8. IT/Technologie (Software, Halbleiter, Hardware)
  9. Kommunikation (Telekom, Medien, Internet-Plattformen)
  10. Versorger (Strom, Wasser, Gas)
  11. Immobilien (REITs)

Wirtschaftszyklus und Sektoren

Früher Aufschwung (Erholung):

Gewinner: Finanzen, Zyklischer Konsum, Industrie

Verlierer: Defensive Sektoren

Mittlerer Aufschwung (Expansion):

Gewinner: Technologie, IT, Kommunikation

Stabilisierung aller Sektoren

Später Aufschwung (Überhitzung):

Gewinner: Energie, Materialien

Schwächer: Technologie beginnt zu korrigieren

Abschwung (Rezession):

Gewinner: Defensiver Konsum, Gesundheit, Versorger

Verlierer: Zyklische Sektoren

Praktische Anwendung

  1. Beurteile die aktuelle Wirtschaftsphase (Zinsen, ISM-Index, Jobdaten)
  2. Übergewichte Sektoren, die in dieser Phase outperformen
  3. Nutze Sektor-ETFs für einfache Umsetzung (z.B. XLE für Energie, XLK für Technologie)
  4. Rebalance wenn sich die Wirtschaftslage ändert

Sektorrotation ist kein kurzfristiges Trading-System. Die Zyklen dauern oft Monate bis Jahre.

Quiz: Aktienanalyse

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